GALERIE KONZETT

GALERIE KONZETT

 

GALERIENPROFIL

 

Neben ethnografischer Kunst aus Afrika und Asien, beginnt Philipp Konzett Anfang der 1980er-Jahre Werke des Wiener Aktionismus zu sammeln. Besonders das Schaffen von Günter Brus, Otto Muehl und Hermann Nitsch ist umfangreich erfasst. Rudolf Schwarzkogler, Rudolf Polanszky, Arnulf Rainer und Alfons Schilling vervollständigen das Spektrum und machen die Sammlung Konzett zu einer der beachtlichsten Österreichs.

Neben Größen wie Marcel Duchamp und Yves Klein haben etablierte zeitgenössische Künstler, etwa Nobuyoshi Araki oder Miroslav Tichý, Franz West und Heimo Zobernig, ihren Platz in der Galerie. Die zahlreichen Themenausstellungen und Aufsehen erregenden Einzelschauen der Galerie KONZETT bieten stets interessante Querverweise bis in die jüngste österreichische Zeitgenossenschaft, u.a. Christian Eisenberger, Roberta Lima, und Albert Mayr.

 

AUSSTELLUNGSKONZEPT

 

„Im Grunde nicht mehr Kunst machen, sondern die Potentiale der Kunst direkt in die Wirklichkeit hereinbringen, um sie damit wirklich zu revolutionieren.“ C. Eisenberger

Fundstücke, Abfall, Dinge, die aus dem täglichen Nützlichkeitskreislauf herausgefallen sind, dienen den Künstlern Christian Eisenberger, les tardes goldscheyder und Albert Mayr als Material für ihre Arbeiten. Ideel verbindet sie ihr programmatischer Anspruch an die Kunst:  Kunst soll aufrütteln, Routinen zerstören, den Blick öffnen für die Polaritäten in unserer Welt.

„Wo Eisenberger auch hinkommt, das Material für seine Arbeiten ist schon dort. Er entnimmt es stets seiner Umgebung. Ob in der Natur oder am Bauernhof, in der Innenstadt oder im Museum, alles, was gerade zur Hand ist, wird verwendet, verwandelt, verwertet. Der Künstler arbeitet oft in Serien, experimentiert dabei mit Ideen und Materialien bis er ihrer überdrüssig wird und die Arbeiten zunehmend lässiger und ungestalteter werden. In seinen Ausstellungen greift er gerne auf frühere Gestaltungen zurück, variiert und kombiniert diese mit Neuem und geht dabei bis an die Grenze der Belastbarkeit für Material und Mensch.“ (Martin Titz, 2010)

„Authentizität ist für les tardes goldscheyder, Maler und Literat, nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Existenzberechtigung. Seine Bilder, Installationen, Kleinobjekte sind Ausdruck seines exzessiven Lebensstils. Die von ihm verwendeten Materialien sind persönliche Alltagsgegenstände, Fundstücke der Straße oder Dinge aus längst vergessenen Zeiten. Seine Kunst ist Spiegelbild seiner selbst.“ (Jasmin Wolfram, 2011)

„Industriedesign und Handarbeit, analogen Strukturen und digitalisierte Oberflächen, Manipulationen, Collagen, Assemblagen, Arrangements von Dingen und Tönen, und Geräusch, und Sound, und ohrenbetäubender Krach, Lärm, und dazu ein Bodywork, das Mick Jagger erblassen ließe, wäre er der an der Gitarre gewesen. Das alles und noch einiges dazu sind das Zubehör einer künstlerischen Arbeit, die irgendwo, zwischen Nam June Paik und Fischli Weiss, zwischen Rock und Performance, zwischen Austattungswahnsinn und dramaturgischem Tatendrang, zwischen Fernbedienungen, Lautsprecheratrappen und Aktenordnern liegt, einer bildhauerischen Arbeit, einfallsreich und erfinderisch, voll virtuoser Effekte und überraschender Twists.“ (Brigitte Huck, 2010)